Besser hätte es für den TKJ Sarstedt definitiv nicht laufen können. Die D-Juniorinnen von Trainer Lars Wattenberg haben sich die Regionskrone aufsetzen lassen dürfen – und das vor heimischer Kulisse. Der Turnklub Jahn glänzte auf und abseits des Parketts. „Wir haben uns für den richtigen Ausrichter entschieden“, lobte der Vertreter des Handballverbands Niedersachsen, Manfred Hartmann, bei der Siegerehrung. Hochklassiger Sport, eine tolle Stimmung auf der Tribüne, keine Verletzungen und verdiente Siegerinnen – die Veranstaltung sei rundum gelungen.

Als Favorit gingen die Gastgeberinnen in der Sporthalle der Schiller-Oberschule ins Rennen, nicht zuletzt auch deswegen, weil sie von den sechs qualifizierten Mannschaften die bis dahin stärkste Saison absolviert hatten. Die Fahrkarte nach Sarstedt gelöst hatten die jeweils beiden Erstplatzierten der drei Regionsoberliga-Staffeln und der damit höchsten Spielklasse dieser Altersstufe: aus der Staffel 1 die HSG Badenstedt und der TuS Empelde, aus der Staffel 2 der TuS Bothfeld und der TSV Neustadt sowie aus der Staffel 3 der TKJ und die TSV Burgdorf. Ungeschlagen geblieben waren dabei nur die Sarstedterinnen – und das mit der beeindruckenden Bilanz von 16 Siegen in 16 Spielen bei 463:126 Toren.

In gewohnter Umgebung bekamen es Emma Behrens, Lisa Gatza, Nika Grete, Maricel Hacker, Olivia Heuer, Franziska Mewes, Luna Müller, Anouk Neumann, Charlotte Satli, Rhea Söding und Leana Wattenberg in der Vorrunde mit den Talenten aus Empelde und Neustadt zu tun. Sie durften sich keinen Ausrutscher erlauben – schon eine Niederlage konnte das Platzen des Traums vom Finale bedeuten. „Von Anfang an Vollgas geben und volle Konzentration“, gab Coach Wattenberg seinen Mädels mit auf den Weg. Und die hielten sich daran: Gegen den TuS Empelde feierten sie ein 13:8, noch deutlicher wurde es beim 14:4 gegen den TSV Neustadt. Das erste Etappenziel war erreicht.

Im Endspiel ging es für die Sarstedterinnen gegen den TuS Bothfeld, der passenderweise mit der zweitbesten Bilanz aus der Hauptrunde in die Innerstestadt gereist war: 14 Spiele, 13 Siege, eine Niederlage, 297:158 Tore. Die Kontrahenten starteten unter den Augen von Sarstedts Bürgermeisterin Heike Brennecke und dem Landtagsabgeordneten Markus Brinkmann extrem motiviert, aber auch sichtlich nervös in die finalen 20 Minuten der Saison. Die jungen Sarstedterinnen standen in der Abwehr nicht so sicher wie gewohnt, zudem unterliefen ihnen einige Flüchtigkeitsfehler. Doch spätestens nach der Hälfte der Spielzeit hatten sie ihre Nerven im Griff, angetrieben von der vierfachen Torschützin Hacker ließ der Nachwuchs des TKJ dem des TuS nun keine Chance mehr. 15:8 lautete das Ergebnis, als die Schlusssirene ertönte. Und dann tönten die jungen Sarstedterinnen.

Die stärksten Gegner schon in der Hauptrunde?
Nach der Saison ist vor der Saison – und für die nächste werden die Verantwortlichen des TKJ Sarstedt einen Wunsch an den Verband richten. Die besten Mannschaften der Region sollen nicht erst am Ende der Saison in Pokalspielen aufeinandertreffen, sondern schon vorher im regulären Punktspielbetrieb. Das Leistungsniveau der Mannschaften ist in dieser Spielzeit in den Regionsoberligen und Regionsligen derart weit  auseinandergeklafft, dass beispielsweise die D-Juniorinnen des TKJ Sarstedt bisweilen freiwillig in Unterzahl agierten. Zu groß wäre sonst die Überlegenheit gewesen. Die Zusammensetzung der Staffeln solle künftig stärker nach der Leistungsstärke als nach geografischen Gesichtspunkten erfolgen. Starke Spielerinnen würden so deutlich mehr gefordert und schwächere nicht demotiviert.

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